Absage von Vereinsterminen

Aufgrund der Corona-Kontaktbeschränkungen bzw. der erforderlichen Auflagen haben wir uns entschieden den überwiegenden Teil der geplanten Veranstaltungen abzusagen.
Ein Verschieben der Veranstaltungen in den September und Oktober wird aufgrund der dann zu erwartenden Anhäufung von Terminen bzw. der Witterung kaum möglich sein.

Kurzfristig werden wir sowohl Termine für verschiedene Arbeitseinsätze (indisches Springkraut beseitigen, Anbindung Biotop vertiefen, Ufer bepflanzen, …..) einstellen, als auch z.B. zu einem oder zwei gemeinsamen Wallerfischen und den Kinderferienspielen. Information erfolgt per E-Mail, bzw. Gemeindebote und Homepage.

Es sind auch noch nicht alle Uferstrecken begangen worden, um Müll und Unrat einzusammeln. Gerne noch das Angebot nutzen. Vgl. Beitrag vom März.

Umgehungsgerinne Wehr Hohebach erhält höheren Abfluss

In der Woche nach Pfingsten wird das Umgehungsgerinne des Wehres in Hohebach am Einauf verbreitert, damit der Mindestabfluss erhöht wird.

Hierdurch können Fische und andere Wasserlebesesen das Wehr besser auf- und abwärts passieren bzw. finden den Fischaufstieg bzw. Fischabstieg besser.

Der Betreiber der Wasserkraftanlage, Hr. Häfele, verzichtet damit auf einen Teil der Wassermenge, die er zur Stromerzeugung nutzen kann.

Für die Dauer der Bauarbeiten wird der Staupegel etwas abgesenkt.
Weiterhin ist mit Baufahrzeugen zu rechnen, die auf der einspurigen Zufahrt zu dem Gelände nicht ausweichen können. Daher Publikumsverkehr oder auch Angeln in dem Bereich in dieser Zeit dort bitte vermeiden.

Danke für Ihr Verständnis.

Aalbrut – Besatz

In den vergangenen Jahren haben wir jeweils im Frühjahr 1 kg, ca. 3500 Stück sog. Glasaale besetzt, um den Bestand der Aale in der Jagst zu stützen. Diese Glasaale haben ein Gewicht von ca. 0,3 gr. und eine Länge von ca. 6-8 cm.

Trotz guter Glasaalfänge an den englischen Küsten bzw. Flussmündungen in diesem Frühjahr, konnte die über die FischHegeGemeinschaft Jagst (FHGJ) getätigte Bestellung nicht ausgeliefert werden, da Brexit und Corona den Fang bzw. die Auslieferung behinderten.

Nach der Absage durch den Lieferanten organisierte die FHGJ als Alternative kurzfristig Aalbrütlinge. Diese haben ein Durchschnittsgewicht von ca. 6 gr. bei einer Länge von ca. 15-20 cm. Also Glasaale, die durch Fütterung in Fischfarmen schon etwas herangewachsen sind und sich zum Gelb- oder Steigaal gewandelt haben.
Vergangene Woche haben wir ca. 350 Stück in der Jagst zwischen Dörzbach und Hohebach verteilt.

Hoffentlich entwickeln sich die jungen Aale gut in der Jagst.
Weibchen werden bis 120 cm lang, Männchen ca. 60 cm. Wenn diese ausgewachsen sind, wandeln sie sich zum Blankaal und treten den langen Rückweg über Neckar, Rhein, Nordsee und Antlantik in die Sargossasee an, um dort zu laichen. Ein Gebiet, östlich von Florida und nördlich der Bermuda-Inseln. Die weidenblattförmigen Aallarven werden durch den Golfstrom innerhalb von ca. 3 Jahren wieder an die europäischen Küsten transportiert und wandeln sich dort in Glasaale um. Anschließend schwimmend sie die Flüsse hoch um sich an geeigneten Stellen dauerhaft aufzuhalten. Der Kreislauf schließt sich.
Künstliche Nachzucht ist bei dieser geheimnisvollen Fischart bis heute nicht geglückt.

In den letzten Jahrzehnten sind die Aalbestände europaweit leider deutlich rückläufig. Gründe hierfür sind u.a. ein Krankheitserreger (Schwimmblasenwurm), Umweltgifte, Wehre und Wasserkraftwerke, Überfischung, Kormorane.

Ein Teil der Aalbrut, beim Angleichen des Wassers, vor dem Besatz.
Einzelner kleiner Aal.

Nasen blinken wieder

Am Freitag den 08.05. konnte ich in der Jagst unterhalb von Dörzbach einen Schwarm Nasen beobachten.

Die älteren unter uns können sich sicher noch gut daran erinnern, dass früher die Nasenschwärme durch das typische silberne Aufblitzen der Seitenflanken beim Abweiden der Algen auf den Steinen gut und häufig zu sehen waren.

Scheinbar erholen sich die Bestände nun ganz langsam wieder. Hoffen wir, dass sich diese früher hier dominierende Fischart wieder dauerhaft etabliert.

Nasen beim Abweiden der Algen auf den Steinen – am typischen Aufblitzen der silbrigen Flanken zu erkennen
Längeres und damit speicherintensiveres Video – ähnlicher Inhalt wie oben