Indisches Springkraut entfernen

Hallo,

ähnlich wie bei der Uferreinigung, haben wir eine Liste mit Streckenabschnitten an der Garage ausgehängt, in der sich Helfer eine noch nicht „bearbeitete“ Strecke aussuchen können. Dies wird mit Arbeitspunkten angerechnet.

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um eine nicht einheimische Pflanze (Neophyt), die sich leider stark ausbreitet.

In diesem Jahr tritt das indische Springkraut einerseits an etwas anderen Stellen auf als im vergangenen Jahr, andererseits ist dies durch das Hochwasser im Sommer an ufernahen Stellen auch umgedrückt.
Es ist eine einjährige Pflanze, deren Samenkapseln insbesondere bei Hochwasser an strömungsberuhigten Zonen angeschwemmt werden. Von daher ist es wichtig, die Blüten/Samenkapseln vor dem Ausreifen zum Absterben zu bringen. Am einfachsten den Stengel dazu samt Wurzeln aus dem Boden ziehen, den Stengel knapp unter den Blüten mehrfach abknicken damit kein Saft mehr transportiert werden kann und die Samen nicht doch noch ausreifen.
Bitte langärmelige Jacke und Handschuhe anziehen, sowie hohe Schuhe und lange Hosen. Das hilft gegen Brennesseln, Mücken und teilweise gegen Zecken.

Sie können die Gelegenheit auch Nutzen um dabei noch wenig bekannte Abschnitte der Jagst zu begehen und ggf. auch neue interessante Angelplätze zu finden. Weiterhin kann man dabei auch Fische beobachen, entdeckt ggf. seltene Pflanzen und Tiere. Wenn Sie noch eine Mülltüte mitnehmen, können Sie ggf. seit der Uferreinigung neu angefallenen Müll gleich mit einsammeln.

Es wäre toll, wenn sich zahlreiche Helfer beteiligen würden! Gerne auch Bilder per E-Mail einreichen.


https://wbw-fortbildung.net/pb/Home/Taetigkeiten/Neophyten.html


https://wbw-fortbildung.net/pb/site/wbw-fortbildung/get/documents_E466527050/wbw-fortbildung/Objekte/PDFs/GNS/Externes%20Material/Neophyten-OEWAV/Steckbrief_Druesen-Springkraut_OEWAV.pdf

Saison steht vor der Tür – Fischereischein noch gültig?

Der Winter scheint weitgehend vorüber zu sein, die Pegelstände der Jagst gehen zurück. Falls noch nicht erfolgt, sollten die Vorbereitungen für die neue Saison getroffen werden.
Neben dem Vorbereiten der Ausrüstung, bitte auch einen Blick in den Fischereischein werfen, wann der abläuft bzw. ob der z.B. von der Altersregelung her noch als Jugendfischereischein passt.
Auch wenn dieser Fischereischein vermeintlich „auf Lebenszeit“ ausgestellt ist, muss er in Baden-Württemberg derzeit nach spätestens 10 Jahren verlängert werden. Dabei werden Gebühren und die Fischereiabgabe erhoben.
https://www.service-bw.de/leistung/-/sbw/Fischereischein+beantragen-242-leistung-0
(In Bayern gibt es den Fischereischein optional wirklich auf Lebenszeit)

Fisch des Jahres 2021 – Hering

Bei uns in der Jagst kommt der Hering zwar nicht lebend vor, dennoch kennt wohl jeder von uns diese Fischart die in Atlantik, Ost- und Nordsee heimisch ist. Im Rheingebiet kam früher der Maifisch, der aktuell wieder angesiedelt wird, als einziger Süswasservertreter der heringsartigen Fische vor.
Als Matjes-, Bismark-, Grüner-, Brathering, Rollmops, in Tomatensoße als Büchsenkonserve , …, sollte er als Nahrungsmittel bekannt sein, früher auch als „Salzhering“ in Eimern zur weiteren Verarbeitung.
Eine ausführliche Beschreibung finden Sie unter: https://www.dafv.de/projekte/fisch-des-jahres/item/424-fisch-des-jahres-2021-der-atlantische-hering-clupea-harengus
Es gibt sogar ein sehr interessantes Buch in dem u.a. dargestellt wird wie wichtig der Hering für die wirtschaftliche Entwicklung an den Küsten und im Handel war: https://www.matthes-seitz-berlin.de/buch/heringe.html

Lockdown zum Zweiten

Angeln ist zwar nach wie vor erlaubt, bei dem Wetter und Beißverhalten der Fische aber nicht bei jedem Angler erste Wahl.

Die zusätzliche freie Zeit kann man nun aber auch wieder für Dinge nutzen, für die man sich sonst nicht die Zeit nehmen würde:

– Angelgerät durchsehen, reinigen, ausbessern, aufräumen, aussortieren
– Einkaufsliste fehlernder Teile schreiben, die man beim örtlichen Fachhändler beschafft sobald die wieder öffnen dürfen
– Vorfächer selber bauen
– Bleie gießen oder aus Steinen Beschwerungsgewichte bauen
– Fachliteratur besorgen und lesen
– Fachliteratur (aus-)sortieren
– Gewässerkarte anfertigen, Fangstellen markieren
– Gewässerstrecke ablaufen (aktuell klares Wasser), Fangplätze suchen
– Fangliste für 2020 erstellen
– Fangbuch für 2021 vorbereiten
– Bilder sortieren
– Fischvorräte in der Kühltruhe zubereiten, neue Rezepte ausprobieren
– …….

Das nächste Frühjahr kommt schneller als man es sich jetzt vorstellt.

Biber – fleissig am Nagen

In den letzten Wochen haben die Biber insbesondere im Bereich zwischen Badeplatz Dörzbach und Biotop mehrere Weiden an- bzw. umgenagt.
An sich ein völlig natürlicher Vorgang, die in die Jagst gefallenen Bäume sind auch Unterstände für Fische (Totholz).
Allerdings können die umgelegten Bäume bei Hochwasser evtl. Schäden an Brücken und Kraftwerken hervorrufen.
Damit nicht alle Bäume in den nächsten Wochen fallen, insbesondere die schattenspendenden, die über das Wasser hängen, werden wir einen Teil davon mit Maschendraht schützen. Dies ist mit dem zuständigen Biberbeauftragten abgestimmt.
Weiterhin haben wir diverse Weiden-Stecklinge eingebracht, damit das Ufer wieder durch deren Wurzelwerk befestigt wird und die Biber in einigen Jahren auch noch etwas zum Fressen finden.

Corona -LockDown light

Leider brauchen wir wieder Einschränkungen den öffentlichen Lebens, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.
Angler können aber nach wie vor ihrem Hobby in der freien Natur nachgehen.

Der bislang milde Herbst mit normalen Wasserverhältnissen bietet noch gute Gelegenheit Friedfische wie Karpfen zu fangen, solange die Wassertemperaturen über 8 °C liegen, und Döbel, die auch im Winter noch Nahrung aufnehmen.
Aufgrund des Absterbens der Unterwasserpflanzen kann den Raubfischen wie Hecht und Barsch mit Wobbler, Spinner, Blinker und Gummifisch leichter nachgestellt werden.

Im klaren Wasser sind die Fische mit Polarisationsbrille teilweise gut zu beobachten, z.B. von der Brücke in Dörzbach. Auch der Lauf oder das Führen der Kunstköder kann beobachtet und optimiert werden. Nutzen Sie das aus!

Neben dem möglichen Fangerfolg gibt es wunderbare Herbstfarben zu geniessen und Begegnungen mit Eisvogel und anderen seltenen Tieren.

Herbst

Der Sommer ist nun endgültig zu Ende.

Das Laub beginnt zu fallen, aber auch die Wasserpflanzen bilden sich zurück. Dadurch wird das Angeln mit Kunstköder wie Spinner, Blinker, Wobbler, oder Gummifisch auf Hecht, Zander, Barsch, Döbel ….. wieder einfacher.

Aber auch die Friedfische, wie z.B. Karpfen, lassen sich nun noch gut beangeln.
Sie sammeln sich nun bereits wieder an den tieferen Stellen.

Vor dem Winter fressen sich die Fische nochmal Winterspeck an. Gleichzeitig gibt es weniger Naturnahrung.
Also aufraffen und hinter dem Ofen vorkriechen und ab ans Wasser! Das kann mit schönen Stunden am Wassser und guten Fängen belohnt werden.

Das Wasser ist häufig so klar, dass man die Fische beobachten kann. Z.B. aktuell von der Brücke in Dörzbach, dort sind neben Karpfen und Döbeln auch Barben und Nasen zu sehen.

Petri Heil!