Bachforellenbrütlinge für Gold- und Forellenbach

Heute konnten wir ca. 2000 quicklebendige Bachforellenbrütlinge in Gold- und Forellenbach aussetzen. Diese jungen Fischlein sind ca. 3-4 cm lang, haben gerade den Dottersack aufgebraucht und fangen nun an erste Nahrung aufzunehmen.
Nach dem angleichen des Transportwassers mit dem jeweiligen Bachwasser, wurden die Fischlein an flachen Stellen der Bäche ausgesetzt.
Dort haben diese sogleich Schutz am Boden zwischen Kies etc. gesucht.
Wir führen dies parallel zur Brutboxaktion sicherheitshalber durch, damit auch bei schlechtem Erfolg mit der Brutbox (Hochwasser etc. ) noch ein Besatz gesichert ist. Weiterhin könnten wir mit der einen vorhandenen Brutbox nur abwechselnd, jährlich versetzt, beide Bäche versorgen.

Ein Teil der Bachforellenbrütlinge, die besetzt wurden.

Brutbox Bachforellen- sehr gutes Ergebnis

Nach recht genau einer Woche habe ich die Brutbox kontrolliert. Es ist jedesmal spannend was einen erwartet, wenn man den Brutkasten aus der Röhre entnimmt. Ein gutes Zeichen ist, wenn einem dabei schon leere Eihüllen entgegenschwimmen, sowie Brütlinge.
Es befanden sich nur noch einzelne Brütlinge mit großem Dottersack in der oberen Etage, viele Brütlinge mit kleinerem Dottersack im unterhalb liegenden Sammelkorb, in den diese aufgrund der Größe der Schlitze erst gelangen können wenn der Dottersack schon etwas aufgebraucht ist. Die meisten Brütlinge hatten die Brutröhre jedoch schon verlassen. Es gab nur sehr wenige Eier, die sich nicht zum Brütling weiterentwickelt haben.
Die Wassertemperatur ist zwischenzeitlich wieder auf 8-9°C gestiegen. Damit sollten die Brütlinge nach dem Aufzehren des Dottersacks auch ausreichend natürliche Nahrung finden können.
Bei der Entnahme der Brutboxröhre am 06.03. befanden sich in der Röhre einzelne Brütlinge, deren Dottersack komplett aufgezehrt war. Diese haben sich noch im Schutz der Röhre aufgehalten.

Brütlinge im Dottersackstadium
Brutbox im Goldbach
Brütlinge im Dottersackstadium

Brutbox im Goldbach mit ca. 3000 Bachforelleneiern bestückt

Aufgrund der Witterung haben wir dieses Jahr unsere Brutbox erst am 14.02. mit Bachforelleneiern bestückt, nachdem im Januar durch die Regenfälle der Wasserstand hoch war, damit auch das Wasser viel Sediment mitgeführt hat.
Bei nur 2°C Wassertemperatur im Goldbach war ein sorgfältiges Temperieren der Eier erforderlich, da das Wasser im Transportsack ca. 7°C hatte, ähnlich wie das Quellwasser im Bruthaus.
Die Elterntiere wurden in der letzten Woche des Jahres 2020 abgestreift und befruchtet, haben nun schon ca. 80% der Entwicklungszeit in der sicheren Umgebung des Bruthauses verbracht.
Wenn alles gut läuft, werden abhängig von der Wassertemperatur, in ca. 1-2 Wochen die Bachforellen geschlüpft sein, in dem bis dahin wieder etwas wärmer werden Wasser nach dem Aufzehren des Dottersackes auch erste Nahrung finden.
Wenn sich jemand fragt, warum wir diesen Aufwand betreiben und nicht gleich vorgezogene Brütlinge einsetzen: Diese hier geschlüpften Fische passen sich dann gleich an das Gewässer an (Wasserchemie, ph-Wert, …..), und müssen sich nicht von künstlichem Futter auf Naturnahrung umstellen.
Die Wassertemperatur des Goldbachs ist bis zum 16.02. wieder auf 6°C gestiegen, damit verkürzt sich die Zeit von Befruchtung bis zum Schlupf (“Tagesgrade” = Produkt aus Wassertemperatur x Anzahl Tage = ca. 400).

Aalbrut – Besatz

In den vergangenen Jahren haben wir jeweils im Frühjahr 1 kg, ca. 3500 Stück sog. Glasaale besetzt, um den Bestand der Aale in der Jagst zu stützen. Diese Glasaale haben ein Gewicht von ca. 0,3 gr. und eine Länge von ca. 6-8 cm.

Trotz guter Glasaalfänge an den englischen Küsten bzw. Flussmündungen in diesem Frühjahr, konnte die über die FischHegeGemeinschaft Jagst (FHGJ) getätigte Bestellung nicht ausgeliefert werden, da Brexit und Corona den Fang bzw. die Auslieferung behinderten.

Nach der Absage durch den Lieferanten organisierte die FHGJ als Alternative kurzfristig Aalbrütlinge. Diese haben ein Durchschnittsgewicht von ca. 6 gr. bei einer Länge von ca. 15-20 cm. Also Glasaale, die durch Fütterung in Fischfarmen schon etwas herangewachsen sind und sich zum Gelb- oder Steigaal gewandelt haben.
Vergangene Woche haben wir ca. 350 Stück in der Jagst zwischen Dörzbach und Hohebach verteilt.

Hoffentlich entwickeln sich die jungen Aale gut in der Jagst.
Weibchen werden bis 120 cm lang, Männchen ca. 60 cm. Wenn diese ausgewachsen sind, wandeln sie sich zum Blankaal und treten den langen Rückweg über Neckar, Rhein, Nordsee und Antlantik in die Sargossasee an, um dort zu laichen. Ein Gebiet, östlich von Florida und nördlich der Bermuda-Inseln. Die weidenblattförmigen Aallarven werden durch den Golfstrom innerhalb von ca. 3 Jahren wieder an die europäischen Küsten transportiert und wandeln sich dort in Glasaale um. Anschließend schwimmend sie die Flüsse hoch um sich an geeigneten Stellen dauerhaft aufzuhalten. Der Kreislauf schließt sich.
Künstliche Nachzucht ist bei dieser geheimnisvollen Fischart bis heute nicht geglückt.

In den letzten Jahrzehnten sind die Aalbestände europaweit leider deutlich rückläufig. Gründe hierfür sind u.a. ein Krankheitserreger (Schwimmblasenwurm), Umweltgifte, Wehre und Wasserkraftwerke, Überfischung, Kormorane.

Ein Teil der Aalbrut, beim Angleichen des Wassers, vor dem Besatz.
Einzelner kleiner Aal.

Fischbesatz

Am Gründonnerstag haben wir in der Jagst Spiegelkarpfen K2, sowie Hechte mit 30-40 cm besetzt.
Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnungen mit minimaler Anzahl Helfer, bei denen wir uns für den spontanten Einsatz bedanken.

Beachten Sie bitte die Schonmaße und Schonzeiten, bzw. vermeiden es am besten in den nächsten Wochen diese Fische zu beangeln.

Schöne Spiegelkarpfen K2
Schöne gesunde und muntere Hechte

Bachforellenbesatz in Gold- und Forellenbach

Nach Verzögerungen aufgrund hoher Wasserstände, sowie der Klärung wie in Zeiten von Corona-Virus die Anlieferung legal von statten gehen kann, konnten wir am 28.03. ca. 3000 quicklebendige Bachforellen-Brütlinge in Gold- und Forellenbach besetzen.
Wir wünschen, dass sich diese dort gut entwickeln, sich idealerweise vermehren und teilweise in die Jagst abwandern, ggf. zum Laichen wieder zurückfinden.
Dies wäre der normale Kreislauf in der Natur, ohne menschliche Unterstützung.

Beim Anpassen des Wassers in einem Eimer
In ihrer neuen Umgebung.

Danke an die beiden Helfer, den Fischzüchter, sowie den Organisator seitens der FHGJ (FischHegeGemeinschaftJagst)!

Bachforellen im Goldbach erfolgreich erbrütet

Zwischenzeitlich sind die Bachforellen in der Brutbox im Forellenbach geschlüpft.
Die Erfolgsquote war sehr hoch, nur wenige Verluste bei den Eiern.

Angleichen des Wassers vor dem Bestücken der Brutbox. Wasserbedingungen waren sehr gut, klar und hohe Sauerstoffsättigung, ca. 8°C. Kein Hochwasser.
Mit den Eiern bestückte Fächer der offenen Brutbox.
Nach 8 Tagen letzte einzelne Nachzügler in den Fächern mit Dottersack.
Erst wenn der Dottersack teilweise aufgezehrt ist, können diese durch die Schlitze ausschwimmen.
Brütlinge im Dottersackstadium im Sammelkasten unter den Brutfächern.