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Klares Wasser in der Jagst

Aufgrund der geringen Niederschlagsmenge der vergangenen Wochen und der abnehmenden Sonneneinstrahlung hat sich das Wasser aufgeklart.
In Verbindung mit dem aktuell niedrigen Wasserpegel bietet das gute Bedingungen, um den Flussgrund zu erkunden, sowie Fische zu erspähen.
Einfach mal bei möglichst hellem Wetter und wenig Wind am Ufer entlang laufen und beobachten. Mit einer Pol(arisations)brille sieht man noch mehr.

Indisches Springkraut entfernen

Hallo,

ähnlich wie bei der Uferreinigung, haben wir eine Liste mit Streckenabschnitten an der Garage ausgehängt, in der sich Helfer eine noch nicht „bearbeitete“ Strecke aussuchen können. Dies wird mit Arbeitspunkten angerechnet.

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um eine nicht einheimische Pflanze (Neophyt), die sich leider stark ausbreitet.

In diesem Jahr tritt das indische Springkraut einerseits an etwas anderen Stellen auf als im vergangenen Jahr, andererseits ist dies durch das Hochwasser im Sommer an ufernahen Stellen auch umgedrückt.
Es ist eine einjährige Pflanze, deren Samenkapseln insbesondere bei Hochwasser an strömungsberuhigten Zonen angeschwemmt werden. Von daher ist es wichtig, die Blüten/Samenkapseln vor dem Ausreifen zum Absterben zu bringen. Am einfachsten den Stengel dazu samt Wurzeln aus dem Boden ziehen, den Stengel knapp unter den Blüten mehrfach abknicken damit kein Saft mehr transportiert werden kann und die Samen nicht doch noch ausreifen.
Bitte langärmelige Jacke und Handschuhe anziehen, sowie hohe Schuhe und lange Hosen. Das hilft gegen Brennesseln, Mücken und teilweise gegen Zecken.

Sie können die Gelegenheit auch Nutzen um dabei noch wenig bekannte Abschnitte der Jagst zu begehen und ggf. auch neue interessante Angelplätze zu finden. Weiterhin kann man dabei auch Fische beobachen, entdeckt ggf. seltene Pflanzen und Tiere. Wenn Sie noch eine Mülltüte mitnehmen, können Sie ggf. seit der Uferreinigung neu angefallenen Müll gleich mit einsammeln.

Es wäre toll, wenn sich zahlreiche Helfer beteiligen würden! Gerne auch Bilder per E-Mail einreichen.


https://wbw-fortbildung.net/pb/Home/Taetigkeiten/Neophyten.html


https://wbw-fortbildung.net/pb/site/wbw-fortbildung/get/documents_E466527050/wbw-fortbildung/Objekte/PDFs/GNS/Externes%20Material/Neophyten-OEWAV/Steckbrief_Druesen-Springkraut_OEWAV.pdf

Starkregenereignisse – auch Biberdamm am Goldbach beschädigt

Durch die beiden Gewitter am Nachmittag und Abend des 24.07., die Starkregen mit sich brachten und den Goldbach anschwellen ließen, wurde auch der von Bibern auf dem Wehr aufgesetzte Damm durch die Strömung teilweise eingerissen.
Die Stauhöhe hat sich dadurch wieder um ca. 50 cm, auf das normale Maß, reduziert.
Wir werden in Kürze sehen können, ob noch Biber vor Ort sind und ihren Damm wieder reparieren.

Biberdamm nach dem Hochwasser, von der Brücke aus fotografiert

„Wasserstandsmeldung“

Das Wetter in diesem Jahr war bislang etwas außergewöhnlich. Ein vergleichsweises kühles Frühjahr, nun zwischendurch immer wieder ausgedehnter Regen im Sommer.
Für die Wälder und die Landwirtschaft bringt dies ausreichend Feuchtigkeit, nach mehreren eher trockeneren Jahren.
Für uns Angler bedeutet dies, dass wir uns an die jeweiligen Wasserverhältnisse anpassen oder gar eine Pause einlegen müssen.
Nach einer Phase mit niedrigem Pegel und klarem Wasser im April, kam es häufiger zu höheren Wasserständen und Eintrübung, bis hin zum einem kleinen Hochwasser aktuell.
Vielen kennen das noch von früher. Vor einem Gewitter „laufen“ die Aale, bei steigendem Wasser beißen die Fische im Allgemeinen besser. Warum nicht mal „im Trüben“ fischen, z.B. auf Waller. Die lichtscheuen, sonst überwiegend nachtaktiven Fische, lassen sich bei leicht erhöhtem trüben Wasser ggf. auch tagsüber fangen.
Ein Vorteil der Witterung ist, dass man nun nachts Tauwürmer sammeln kann, was bei Trockenheit deutlich schwieriger ist. Wenn im Garten viele Nacktschnecken auftreten, können diese in der Jagst entsorgt werden, die Fische fressen diese.


Die meisten Wasservögel haben die Brut bereits hinter sich, konnten sich vor dem Hochwasser in Sicherheit bringen. Für viele anderen Tiere, insbesondere auch Fischlaich und frisch geschlüpfte Brütlinge, bedeutet das jedoch leider größere Verluste.

Fischbeobachtungen

Bei dem sonnigen Wetter und recht klarem Wasser lassen sich aktuell die Fische gut beobachten. Die im April besetzten Schuppen- und Spiegelkarpfen fühlen sich scheinbar wohl, ich konnte vorhin insgesamt ca. 30 Stück beobachten, u.a. diese vier Stück neben Seerosen.

Karpfen beim Sonnenbad

Auch zwei Trupps Nasen konnte ich beobachten, einer mit ca. 50 Fischen von 30-40 cm Länge, der andere mit ca. 20 Fischen von 20-25 cm Länge.

Nasen beim Abweiden der Algen

Hechtsaison beginnt

Während die meisten Friedfische bislang noch nicht abgelaicht haben, ist dies bei den Hechten schon vor geraumer Zeit erfolgt.
Auch bei uns darf nun ab 01.06. wieder auf Hecht geangelt werden.
Das lange Wochenende durch Christi Himmelfahrt bietet sich dafür an. Wettervorhersage und Wasserbedingungen passen.
Die Wasserpflanzen sind noch nicht stark gewachsen, daher kann noch gut mit Kunstköder gefischt werden.

Petri Heil!

Erste diesjährige Fischbrut

Die ersten winzigen Fischlein, die in diesem Frühjahr geschlüpft sind, können beobachtet werden. Nah am Ufer, in Bereichen mit wenig und gleichmäßiger Strömung, sind diese nahe an der Wasseroberfläche in kleinen Schwärmen zu sehen. Dottersäcke sind komplett aufgebraucht, nun fressen diese Plankton um zu überleben und zu wachsen.

Aufgrund der kühlen Temperaturen sind diese Jungfische 2-3 Wochen später als in den vergangenen Jahren, da sowohl das Ablaichen später erfolgte, als auch die Eientwicklung langsamer war.

Hoffen wir auf einen zahlreichen Nachwuchs aus Eigenreproduktion unserer Jagstfische.

Sonntag, 09.05.: Es sind schon deutlich mehr Brütlinge zu sehen.