Bachforellenbrütlinge für Gold- und Forellenbach

Heute konnten wir ca. 2000 quicklebendige Bachforellenbrütlinge in Gold- und Forellenbach aussetzen. Diese jungen Fischlein sind ca. 3-4 cm lang, haben gerade den Dottersack aufgebraucht und fangen nun an erste Nahrung aufzunehmen.
Nach dem angleichen des Transportwassers mit dem jeweiligen Bachwasser, wurden die Fischlein an flachen Stellen der Bäche ausgesetzt.
Dort haben diese sogleich Schutz am Boden zwischen Kies etc. gesucht.
Wir führen dies parallel zur Brutboxaktion sicherheitshalber durch, damit auch bei schlechtem Erfolg mit der Brutbox (Hochwasser etc. ) noch ein Besatz gesichert ist. Weiterhin könnten wir mit der einen vorhandenen Brutbox nur abwechselnd, jährlich versetzt, beide Bäche versorgen.

Ein Teil der Bachforellenbrütlinge, die besetzt wurden.

Uferreinigung 2021 – immer noch anders

Die geplante gemeinsame Uferreinigung am 20.03. kann aufgrund der aktuellen Ausgangsbeschränkungen leider nicht gemeinsam durchgeführt werden.
Um unter Beachtung der Auflagen dennoch das Einsammeln des Mülls durchführen zu können (einzeln oder in Gruppen aus Personen, die in gemeinsamen Haushalt leben), hängen wir ab 05.03. an unserer Garage eine Einteilung in einzelne Strecken und Hinweise dazu aus, und hinterlegen leere Müllsäcke. (Gerne auch von zu Hause leere benutzte Säcke dazu verwenden!)
Am besten Stiefel oder festes Schuhwerk, Handschuhe usw. anziehen.

Bitte jeweils vor Beginn in der Liste eintragen damit nicht jemand eine Strecke geht die schon gereinigt wurde.

Jede Strecke/Person wird mit einem Arbeitspunkt verrechnet.
Die vollen Müllsäcke können am Bauhof, neben der großen schwarzen Mülltonne, abgelegt werden.

Einige Mitglieder haben jetzt Zeit, nutzt diese sinnvoll, z.B. auch mit euren Kindern und Jugendlichen, um das Jagstufer mit den Tieren und Pflanzen kennenzulernen und gleichzeitig vom Unrat zu befreien.

Vielen Dank im Voraus für den Beitrag zum Umweltschutz!

Kormoran mit großer Beute

Heute nachmittag konnte ich von der Brücke in Dörzbach aus einen Kormoran beobachten, der sich minutenlang bemühte seine recht große Beute zu verschlingen. Er hat es letztendlich geschafft den über 30 cm langen Fisch zu schlucken. Wegfliegen konnte er mit dem vollen Magen aber scheinbar nicht mehr. Er ist ans Ufer geschwommen und hat sein Gefieder getrocknet. Fast an der gleichen Stelle haben dann noch zwei Gänsesäger gejagt.
Leider hatte ich nur das Smartphone dabei.

Brutbox Bachforellen- sehr gutes Ergebnis

Nach recht genau einer Woche habe ich die Brutbox kontrolliert. Es ist jedesmal spannend was einen erwartet, wenn man den Brutkasten aus der Röhre entnimmt. Ein gutes Zeichen ist, wenn einem dabei schon leere Eihüllen entgegenschwimmen, sowie Brütlinge.
Es befanden sich nur noch einzelne Brütlinge mit großem Dottersack in der oberen Etage, viele Brütlinge mit kleinerem Dottersack im unterhalb liegenden Sammelkorb, in den diese aufgrund der Größe der Schlitze erst gelangen können wenn der Dottersack schon etwas aufgebraucht ist. Die meisten Brütlinge hatten die Brutröhre jedoch schon verlassen. Es gab nur sehr wenige Eier, die sich nicht zum Brütling weiterentwickelt haben.
Die Wassertemperatur ist zwischenzeitlich wieder auf 8-9°C gestiegen. Damit sollten die Brütlinge nach dem Aufzehren des Dottersacks auch ausreichend natürliche Nahrung finden können.
Bei der Entnahme der Brutboxröhre am 06.03. befanden sich in der Röhre einzelne Brütlinge, deren Dottersack komplett aufgezehrt war. Diese haben sich noch im Schutz der Röhre aufgehalten.

Brütlinge im Dottersackstadium
Brutbox im Goldbach
Brütlinge im Dottersackstadium

Saison steht vor der Tür – Fischereischein noch gültig?

Der Winter scheint weitgehend vorüber zu sein, die Pegelstände der Jagst gehen zurück. Falls noch nicht erfolgt, sollten die Vorbereitungen für die neue Saison getroffen werden.
Neben dem Vorbereiten der Ausrüstung, bitte auch einen Blick in den Fischereischein werfen, wann der abläuft bzw. ob der z.B. von der Altersregelung her noch als Jugendfischereischein passt.
Auch wenn dieser Fischereischein vermeintlich “auf Lebenszeit” ausgestellt ist, muss er in Baden-Württemberg derzeit nach spätestens 10 Jahren verlängert werden. Dabei werden Gebühren und die Fischereiabgabe erhoben.
https://www.service-bw.de/leistung/-/sbw/Fischereischein+beantragen-242-leistung-0
(In Bayern gibt es den Fischereischein optional wirklich auf Lebenszeit)

Brutbox im Goldbach mit ca. 3000 Bachforelleneiern bestückt

Aufgrund der Witterung haben wir dieses Jahr unsere Brutbox erst am 14.02. mit Bachforelleneiern bestückt, nachdem im Januar durch die Regenfälle der Wasserstand hoch war, damit auch das Wasser viel Sediment mitgeführt hat.
Bei nur 2°C Wassertemperatur im Goldbach war ein sorgfältiges Temperieren der Eier erforderlich, da das Wasser im Transportsack ca. 7°C hatte, ähnlich wie das Quellwasser im Bruthaus.
Die Elterntiere wurden in der letzten Woche des Jahres 2020 abgestreift und befruchtet, haben nun schon ca. 80% der Entwicklungszeit in der sicheren Umgebung des Bruthauses verbracht.
Wenn alles gut läuft, werden abhängig von der Wassertemperatur, in ca. 1-2 Wochen die Bachforellen geschlüpft sein, in dem bis dahin wieder etwas wärmer werden Wasser nach dem Aufzehren des Dottersackes auch erste Nahrung finden.
Wenn sich jemand fragt, warum wir diesen Aufwand betreiben und nicht gleich vorgezogene Brütlinge einsetzen: Diese hier geschlüpften Fische passen sich dann gleich an das Gewässer an (Wasserchemie, ph-Wert, …..), und müssen sich nicht von künstlichem Futter auf Naturnahrung umstellen.
Die Wassertemperatur des Goldbachs ist bis zum 16.02. wieder auf 6°C gestiegen, damit verkürzt sich die Zeit von Befruchtung bis zum Schlupf (“Tagesgrade” = Produkt aus Wassertemperatur x Anzahl Tage = ca. 400).

Biber – aktiv

Auf Höhe des alten Sportplatzes in Dörzbach, von der Klepsauer Straße aus gut einsehbar, wurde in den letzten Wochen eine Weide von einem Biber zunehmend angenagt.
Am 29.12. habe ich spätnachmittags eine Wildkamera angebracht, um den fleissigen Biber aufzunehmen bzw. auch das Fallen des Baumes festzuhalten.
Leider hat die Wildkamera nur einmal ausgelöst als der Biber am Baum war. (Der Auslöser regiert auf Infrarotstrahlung, das gut isolierende Biberfell hat scheinbar dafür gesorgt, dass keine ausreichenden Temperaturunterschiede vorhanden waren).
Diese Weide ist in der Nacht auch gefallen. Der Biber arbeitet immer noch regelmäßig daran und nagt nun die Rinde ab.

Weide – bereits stark angenagt
Biber
Biber am Arbeitsplatz
Weide umgelegt

Fisch des Jahres 2021 – Hering

Bei uns in der Jagst kommt der Hering zwar nicht lebend vor, dennoch kennt wohl jeder von uns diese Fischart die in Atlantik, Ost- und Nordsee heimisch ist. Im Rheingebiet kam früher der Maifisch, der aktuell wieder angesiedelt wird, als einziger Süswasservertreter der heringsartigen Fische vor.
Als Matjes-, Bismark-, Grüner-, Brathering, Rollmops, in Tomatensoße als Büchsenkonserve , …, sollte er als Nahrungsmittel bekannt sein, früher auch als “Salzhering” in Eimern zur weiteren Verarbeitung.
Eine ausführliche Beschreibung finden Sie unter: https://www.dafv.de/projekte/fisch-des-jahres/item/424-fisch-des-jahres-2021-der-atlantische-hering-clupea-harengus
Es gibt sogar ein sehr interessantes Buch in dem u.a. dargestellt wird wie wichtig der Hering für die wirtschaftliche Entwicklung an den Küsten und im Handel war: https://www.matthes-seitz-berlin.de/buch/heringe.html

Lockdown zum Zweiten

Angeln ist zwar nach wie vor erlaubt, bei dem Wetter und Beißverhalten der Fische aber nicht bei jedem Angler erste Wahl.

Die zusätzliche freie Zeit kann man nun aber auch wieder für Dinge nutzen, für die man sich sonst nicht die Zeit nehmen würde:

– Angelgerät durchsehen, reinigen, ausbessern, aufräumen, aussortieren
– Einkaufsliste fehlernder Teile schreiben, die man beim örtlichen Fachhändler beschafft sobald die wieder öffnen dürfen
– Vorfächer selber bauen
– Bleie gießen oder aus Steinen Beschwerungsgewichte bauen
– Fachliteratur besorgen und lesen
– Fachliteratur (aus-)sortieren
– Gewässerkarte anfertigen, Fangstellen markieren
– Gewässerstrecke ablaufen (aktuell klares Wasser), Fangplätze suchen
– Fangliste für 2020 erstellen
– Fangbuch für 2021 vorbereiten
– Bilder sortieren
– Fischvorräte in der Kühltruhe zubereiten, neue Rezepte ausprobieren
– …….

Das nächste Frühjahr kommt schneller als man es sich jetzt vorstellt.

Biber – fleissig am Nagen

In den letzten Wochen haben die Biber insbesondere im Bereich zwischen Badeplatz Dörzbach und Biotop mehrere Weiden an- bzw. umgenagt.
An sich ein völlig natürlicher Vorgang, die in die Jagst gefallenen Bäume sind auch Unterstände für Fische (Totholz).
Allerdings können die umgelegten Bäume bei Hochwasser evtl. Schäden an Brücken und Kraftwerken hervorrufen.
Damit nicht alle Bäume in den nächsten Wochen fallen, insbesondere die schattenspendenden, die über das Wasser hängen, werden wir einen Teil davon mit Maschendraht schützen. Dies ist mit dem zuständigen Biberbeauftragten abgestimmt.
Weiterhin haben wir diverse Weiden-Stecklinge eingebracht, damit das Ufer wieder durch deren Wurzelwerk befestigt wird und die Biber in einigen Jahren auch noch etwas zum Fressen finden.