Kinderferienspiele 2022

Wir beteiligen uns auch in diesem Jahr wieder beim Kinderferienprogramm der Gemeinde Dörzbach mit dem Beitrag:

„Fisch on Tour – Gewässerwelten erleben!“

Mit dem „Fischmobil“ des Landesfischereiverbandes könnt ihr den Lebensraum Gewässer erkunden und ökologische Zusammenhänge verstehen, direkt an der Jagst. Schwerpunkte dieses Jahr:
Wie wird die Wasserqualität untersucht.
Sowie
Fischarten und deren Körperaufbau.
Ihr lernt spielerisch für Euch Unbekanntes und erforscht die Natur.

Für Getränke und eine Kleinigkeit zu Essen wird gesorgt sein.
(Bretzeln/Kuchen/Eis und Kaltgetränke)

Dienstag, 23.08.2022, am Tennisplatz
Beginn: 13 Uhr
Ende: ca. 16 Uhr
Weitere Details in der Ausschreibung der Gemeinde an die Schulkinder bzw. im Gemeindeboten.

https://www.fisch-on-tour.de/

Eine tolle Sache und prima Unterstützung!
Es handelt sich beim Fischmobil um eine Einrichtung des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg e.V.

Aalbesatz

Wir haben in diesem Jahr wieder 4 kg Satzaal (Gewicht 5-7 gr, also 600 – 1000 Stück) von Fischzucht Wagner in der Jagst besetzt, über eine Sammelbestellung der Fischhegegemeinschaft Jagst.
(Glasaale sind leider immer noch kaum zu beschaffen.)
Die Situation des europäischen Aals nach ist wie vor sehr angespannt, es kommen nur wenige Aallarven an den Küsten an. Die genauen Ursachen sind noch nicht umfänglich erforscht (Überfischung an den Küsten – Export nach Asien, Schwimmblasenbandwurm, Gewässerverbauung und Wasserkraftwerke, Kormorane, Gewässerverschmutzung, …..). Aus diesem Grund wird auch weiterhin über die Ausweitung von Fangverboten diskutiert, um diese Fischart zu erhalten.
Der Zoll deckt regelmäßig Fälle auf, dass in großem Stil illegalerweise Glasaale nach Asien geschmuggelt werden. Dort gelten diese Glassaale, aber auch als gezüchteter ausgewachsener Aal, als Delikatesse und es werden horrende Preise gezahlt. Vgl. u.a.: https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/glattes-geheimnis-aale-swr2-matinee-2022-05-01-100.html

Verteilen der Sammelbestellung
Abfüllen in die Transportbehälter
Frühform eines Lastenfahrrades, zum umweltschonenenden Transport des wertvollen Besatzmaterials
Flutscht

Erfolgreiche Wiederansiedlung von Groppen

Bei Bestandskontrollen im Jahr 2014 wurde festgestellt, dass im Forellenbach (Ruppenbach) oberhalb der Verdohlung an der B19, sowie im Goldbach im Bereich oberhalb des Ortsausgangs keine Groppen (Mühlkoppen) mehr vorkamen. Beide Bereiche sind für Fische aufgrund von Wanderhindernissen bachaufwärts nicht natürlich besiedelbar, insbesondere da Groppen keine Schwimmblase besitzen und nur schlecht schwimmen können.
Im Forellenbach konnten 2016 in diesem Bereich Groppen von einer Fischbergung in der Ette bei Mulfingen eingesetzt werden. Im Goldbach wurden 2018 Fische im Ortsbereich aufgrund Renaturierungsmaßnahmen abgefischt, die in den Bereich oberhalb des Wehres umgesiedelt wurden.
Um festzustellen ob sich diese besonders geschützte Fischart (FFH, Anhang II) wieder etabliert hat, sowie um den aktuellen Bestand an Bachforellen zu erfassen, wurde von Achim Megerle, Kreisvorsitzender des Landesfischereiverbandes, erneut eine Elektrobefischung durchgeführt. Dazu ist eine spezielle Ausbildung und Genehmigung, sowie Ausrüstung erforderlich. Alle Fische wurden unversehrt zurückgesetzt.
Sowohl im Goldbach, als auch im Forellenbach, konnten Groppen in unterschied-licher Größe (Altersklassen) bis 15 cm und nennenswerter Anzahl nachgewiesen werden. Dies belegt, dass jeweils wieder ein selbsterhaltender Bestand vorhanden ist.
Erfreulich ist weiterhin, dass in beiden Bächen Bachforellen in allen Größenklassen bis 35 cm vorhanden sind. Demnach war selbst in dem trockenen Sommer 2018 die Wasserführung zum Überleben des Bestandes ausreichend. Die Fische waren gut genährt und in guter körperlicher Verfassung, einzelne Fische wiesen Verletzungen durch Fischreiher auf. Bachflohkrebse und Fliegenlarven kommen in großer Anzahl vor und bieten eine gute Nahrungsgrundlage.
Wir sorgen seit Jahren durch in einer sog. Brutbox im Bach erbrüteten Forelleneiern, sowie Besatz mit Brütlingen, für den Erhalt der Population. Oberhalb des Wehres im Goldbach wurde in den vergangenen 3 Jahren absichtlich kein Besatz eingebracht, um eine ggf. vorhandene natürliche Vermehrung nachweisen zu können. Auch dort sind junge Bachforellen vorhanden, aber deutlich weniger als in den Abschnitten, in denen Besatz eingebracht wurde.

Herrliche Bachforelle
Achim Megerle mit E-Fisch-Gerät am Goldbach
Groppe
Am Forellenbach, künstliche Verbauung mit Absturz – Wanderhindernis

Bachforellenbesatz in Gold- und Forellenbach

Am 19.03. konnten zwei Jungangler unseres Vereins ungefähr 2000 kleine Bachforellenbrütlinge in die beiden Bäche aussetzen. Die etwa 6 Wochen alten winzigen Fischlein wiegen ca. 0,2 Gramm und sind etwa 30 mm lang.

Bezogen haben wir diese, wie auch bereits die Jahre zuvor, von einem kleinen Familienbetrieb in der Rhön, der auf die naturnahe Nachzucht von Salmoniden spezialisert ist.

Natürlicherweise laichen die Bachforellen im Dezember ab, die Eier entwickeln sich dann ca. 2 Monate lang in sauberem Kies, bis die Fischlarven schlüpfen.
Tritt während dieser Zeit Hochwasser auf, geht ein großer Teil der Eier verloren, da diese ausgespült werden oder durch Schlamm bedeckt und nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

Eisvogel, Grau- und Silberreiher sowie größere Forellen machen es den heranwachsenden Fischen aber nicht leicht. Nur ein kleiner Teil der Fische erreicht nach 4 bis 5 Jahren die Geschlechtsreife und kann dann selbst für Nachwuchs sorgen.

Beim Anpassen des Transportwassers und Aufteilen der Lieferung für die beiden Bächen.

Uferreinigung

Bei Sonnenschein und kaltem Wind trafen sich zahlreiche Vereinsmitglieder, aber auch überraschend viele weitere fleißige Helfer(innen) aus der Bevölkerung, um am Ufer der Jagst sowie entlang der Radwege Müll einzusammeln.
Dabei wurde wieder einiges an Kunststoff-Folien, Verpackungsmüll, Dosen, Flaschen, aber auch Autoreifen und Eisenteile gesammelt und am Bauhof, in bereitgestellte Mülltonnen, zum Entsorgen zwischengelagert.

Vielen Dank an alle Helfer und Helferinnen!

Helfer in Hohebach
Helfer in Dörzbach

Brutbox – Brütlinge geschlüpft

Nach einer Woche haben wir die Brutbox kontrolliert, ob trotz zwischenzeitlichen Regens und höherer Wasserführung mit Sedimentfracht noch alles in Ordnung ist.
Es hat sich zwar etwas feines Sediment auf der Röhre, in der Röhre und auf dem Deckel des Einsatzes abgesetzt, innerhalb des Einsatzes war es recht sauber.
Bei der Entnahme des Einsatzes aus der Brutröhre kamen bereits leere Eihüllen und einzelne Brütlinge mitgeschwommen, deren Dottersack bereits soweit aufgezehrt war, dass diese durch die Öffnungen des Einsatzes schwimmen konnten.
Die Brütlinge sind zwischenzeitlich alle geschlüpft, nur wenige abgestorbene, verpilzte Eier waren noch in der Brutbox. Schlupfrate geschätzt ca. 90 – 95%. Die Brütlinge im Dottersackstadium haben sich in dem unteren Teil der Brutröhre gesammelt. Von dort werden diese nun auch nach und nach die Brutbox verlassen und im Goldbach passenden Unterschlupf suchen.

Brutbox, obere Eikammer für Kontrolle abgenommen. Brütlinge im Dottersackstadium.

Brutbox bestückt

Wir haben im Goldbach gestern wieder die Brutbox gesetzt und heute mit Bachforelleneiern im Augenpunktstadium besetzt.
Die Wassertemperatur lag bei 7,8°C, Sauerstoffsättigung bei 98%.
Innerhalb von 3-4 Tagen werden die meisten der Forellen geschlüpft sein.
Sie ernähren sich anfangs vom sog. Dottersack, halten sich dabei noch 1-2 Wochen in der Brutbox auf bis sie sich im Goldbach verteilen.
Die „Naturverlaichung“, also das natürliche Ablaichen der fortpflanzungsfähigen Bachforellen, war dieses Jahr durch das Hochwasser im Januar vermutlich wenig erfolgreich.

Unmittelbar vor dem Bestücken der Brutbox, beim Angleichen des Transportwassers an das Wasser des Goldbachs
Verteilen die Eier auf die einzelnen Fächer, anschließend werden diese von oben abgedeckt und der Einsatz in die Brutröhre geschoben.

Die Rückkehr der Biber

Vergangenen Dienstag kam im NDR ein Bericht über die Wiederansiedlung und Ausbreitung der Biber:
https://www.ardmediathek.de/video/expeditionen-ins-tierreich/die-rueckkehr-der-biber/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS8yODE5ODM4Zi1mNjQyLTQzNTUtYjRjYi1hNDE0MTNjNTBmZGE/

An sich ganz guter Beitrag, an mehreren Stellen jedoch einseitig.

Aufgrund der zwischenzeitlich vorhandenen und weiter anwachsenden Bestandsdichten weichen die Biber auch zunehmend in weniger geeignete (kleine) Gewässer aus, bzw. hinterlassen entsprechende Schäden.

So werden z.B. kleinere Bäche angestaut und verlieren ihren Charakter, sind als Lebensraum für Salmoniden aufgrund von Verschlammung und fehlender Durchängigkeit nicht mehr geeignet.
Dass sich dann dort andere verbreite Fische vermehren wird im Beitrag einseitig positiv dargestellt.

Wie sich die Biberfamilien im Winter dann auch im Siedlungsbereich an Nutzgehölzen bedienen bzw. einen hohen Anteil der vorhandenen Weiden, Eschen usw. umlegen, kann derzeit an der Jagst und den Seitenbächen gut beobachtet werden.

Fanglisten für 2021

Die Angelsaison 2021 endet in wenigen Tagen.
Zwar nicht für alle Angler auf den ersten Blick einleuchtend, ist es aufgrund Fischereigesetz und Pachtverträgen erforderlich, sowie hinsichtlich der Hegeausübung auch sehr sinnvoll, die Fangergebnisse jährlich zu erfassen und auszuwerten.
So lässt sich der Erfolg und der erforderliche Umfang von Besatzmaßnahmen, Veränderungen im Fischartenspektrum, langjährige Veränderungen im Fischertrag und vieles mehr bewerten.
Besonders einfach wird dies, wenn man seine Fangergebnisse zeitnah in eine Excel-Tabelle einträgt. Die jährliche Fangstatisik erstellt sich damit quasi von selbst. Dazu den Dateinamen der Vorlage einfach anpassen, z.B. „Jahresfangmeldung-2021-Fischer-Fritz.xls“ und per E-Mail die Excel-Datei oder als PDF unter Angabe von Namen mit dem Betreff „Fangmeldung“ einsenden an post äd walterrauch.net (@ wegen Spam hier durch äd ersetzt) .
Tipp: Nach dem Melden der Ergebnisse von 2021, gleich für 2022 eine Datei anlegen und regelmäßig die Fänge eintragen:

Natürlich ist es nach wie vor auch möglich, die Fangergebnisse aus dem Fangbuch manuell auf einen Erfassungsbogen einzutragen.

Auch sogenannte „Nullmeldungen“ sind als Rückinfo für uns sehr wichtig.
D.h. aktive Mitglieder die in dem Jahr gar nicht geangelt haben, oder leider nicht erfolgreich waren.
Dazu entweder eine E-Mail unter Angabe von Namen mit dem Betreff „Nullmeldung“, oder das ausgefüllte Formblatt einsenden an post äd walterrauch.net (@ wegen Spam hier durch äd ersetzt):

Vielen Dank im Voraus für alle Rückmeldungen!!!
Weiterhin viel „Petri Heil“ und Gesundheit im nächsten Jahr
!

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