Die Rückkehr der Biber

Vergangenen Dienstag kam im NDR ein Bericht über die Wiederansiedlung und Ausbreitung der Biber:
https://www.ardmediathek.de/video/expeditionen-ins-tierreich/die-rueckkehr-der-biber/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS8yODE5ODM4Zi1mNjQyLTQzNTUtYjRjYi1hNDE0MTNjNTBmZGE/

An sich ganz guter Beitrag, an mehreren Stellen jedoch einseitig.

Aufgrund der zwischenzeitlich vorhandenen und weiter anwachsenden Bestandsdichten weichen die Biber auch zunehmend in weniger geeignete (kleine) Gewässer aus, bzw. hinterlassen entsprechende Schäden.

So werden z.B. kleinere Bäche angestaut und verlieren ihren Charakter, sind als Lebensraum für Salmoniden aufgrund von Verschlammung und fehlender Durchängigkeit nicht mehr geeignet.
Dass sich dann dort andere verbreite Fische vermehren wird im Beitrag einseitig positiv dargestellt.

Wie sich die Biberfamilien im Winter dann auch im Siedlungsbereich an Nutzgehölzen bedienen bzw. einen hohen Anteil der vorhandenen Weiden, Eschen usw. umlegen, kann derzeit an der Jagst und den Seitenbächen gut beobachtet werden.

Fanglisten für 2021

Die Angelsaison 2021 endet in wenigen Tagen.
Zwar nicht für alle Angler auf den ersten Blick einleuchtend, ist es aufgrund Fischereigesetz und Pachtverträgen erforderlich, sowie hinsichtlich der Hegeausübung auch sehr sinnvoll, die Fangergebnisse jährlich zu erfassen und auszuwerten.
So lässt sich der Erfolg und der erforderliche Umfang von Besatzmaßnahmen, Veränderungen im Fischartenspektrum, langjährige Veränderungen im Fischertrag und vieles mehr bewerten.
Besonders einfach wird dies, wenn man seine Fangergebnisse zeitnah in eine Excel-Tabelle einträgt. Die jährliche Fangstatisik erstellt sich damit quasi von selbst. Dazu den Dateinamen der Vorlage einfach anpassen, z.B. „Jahresfangmeldung-2021-Fischer-Fritz.xls“ und per E-Mail die Excel-Datei oder als PDF unter Angabe von Namen mit dem Betreff „Fangmeldung“ einsenden an post äd walterrauch.net (@ wegen Spam hier durch äd ersetzt) .
Tipp: Nach dem Melden der Ergebnisse von 2021, gleich für 2022 eine Datei anlegen und regelmäßig die Fänge eintragen:

Natürlich ist es nach wie vor auch möglich, die Fangergebnisse aus dem Fangbuch manuell auf einen Erfassungsbogen einzutragen.

Auch sogenannte „Nullmeldungen“ sind als Rückinfo für uns sehr wichtig.
D.h. aktive Mitglieder die in dem Jahr gar nicht geangelt haben, oder leider nicht erfolgreich waren.
Dazu entweder eine E-Mail unter Angabe von Namen mit dem Betreff „Nullmeldung“, oder das ausgefüllte Formblatt einsenden an post äd walterrauch.net (@ wegen Spam hier durch äd ersetzt):

Vielen Dank im Voraus für alle Rückmeldungen!!!
Weiterhin viel „Petri Heil“ und Gesundheit im nächsten Jahr
!

Verwertung von „großen“ Karpfen

Viele Angler setzen Karpfen nach dem Fang zurück, falls diese eine gewisse Größe (z.B. 4-5 kg) überschritten haben.
Die Begründungen hierfür sind unterschiedlich:
– Zu alt, schmecken nicht mehr
– In der Größe kann ich die nicht zubereiten
– Kapitale Fische im Gewässer sind attraktiv
– Diese Fische sollen Ablaichen und damit den Bestand erhalten
Wenn man sich damit näher beschäftigt, sind die Argumente wenig stichfest:
– Zumindest in sauberen Fließgewässern ist der Geschmack der großen Karpfen ähnlich gut wie der von Portionskarpfen, hängt eher von der Jahreszeit und Wasserbedingungen ab.
– Als Filet, wegen der Zubereitungszeit nach Stärke sortiert, lassen sich diese gut verwerten. Es gibt dabei fast grätenfreie Stücke. Oder auch als Karpfengulasch zubereiten. Aus der Karkasse lässt sich Fischfond oder Fischsuppe zubereiten.
– Catch&Release, das vorsätzliche Fangen und Zurücksetzen ist aus Tierschutzgründen generell verboten und nicht waidgerecht.
– Falls die Karpfen im Gewässer überhaupt ablaichen (Wassertemperatur, überzüchtet, ….), kommt der Laich bzw. die Brut aufgrund fehlender Randbedingungen (Laichsubstrat, Plankton) kaum durch.
Für das Bewirtschaften eines Gewässers ist es sinnvoller Karpfen möglichst als drei oder vierjährige Fische zu entnehmen, anstelle überwiegend große Karpfen zu halten.
Einerseits verenden die Karpfen irgendwann aus natürlichen Gründen, andererseits ist der Biomassezuwachs mit steigendem Alter geringer.
Einige ältere Fische kommen in jedem natürlichen Gewässer vor, u.a. weil gefangene und zurückgesetzte Fische scheuer werden. Durch diese Altersstruktur wird auch das Nahrungsangebot optimal ausgenutzt, da hinsichtlich Art und Größe des Futters Unterschiede gegeben sind (Muscheln, Umdrehen von Steinen, …).

Also nächstes Jahr einfach einmal ausprobieren, diese Fische auch verwerten!

Schwarzerlen selbst vermehren

Schwarzerlen sind recht einfach aus Samen zu ziehen.
Im Nov.-Dez. von Bäumen sammeln, trocken lagern, am einfachsten die Samen in Eimer oder Tüte aus den Zapfen schütteln, dann im März aussähen.
(Ob ein Kältereiz (sog. Kaltstratifikation) von ca. 2 Wochen, durch lagern bei Kälte im Freien oder in einer Kühltruhe, die Keimrate erhöht ist umstritten.)

Vor dem Aussähen 2- 3 Tage in Wasser einweichen, dann ganz flach in Anzuchterde geben, befeuchten. Braucht Licht zum Keimen!
Ideal sind Anzuchtgewächshäuser.

Es geht üblicherweise nur ein Teil der Samen auf, vielleicht ca. 25 %.

Bitte Original- und keine Hybrid-Schwarzerlen verwenden (wer die unterscheiden kann).

Wenn die Pflänzchen 3-4 Blätter haben, einzeln in kleine Torf-Töpfchen mit Blumenerde einsetzen. Gut feucht halten.

In einem Sommer wachsen die Pflanzen auf ca. 20 cm Höhe.

Ggf. auch über Winter in Gewächshaus oder Garage halten, dann im Frühjahr auspflanzen, wenn üblicherweise die Hochwässer vorüber sind.

Interessant sicher auch für Kinder, selbst einen Baum heranzuziehen!

Späterer Standort nah an der Wasserlinie, die Erle befestigt die Ufer.
Die Wurzeln bilden Unterstände für Fische, das Laub wird von Fischnährtieren gefressen (z.B. Bachflohkrebse).

Biber nagen die Schwarzerlen im Normalfall nicht an, halten sich bevorzugt an Weiden oder Obstbäume.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=e6eXhhZf8bw oder https://www.youtube.com/watch?v=7Pn9ESciKls

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz-Erle

Handel von Pflanzen: https://www.pflanzmich.de/produkt/13910/schwarz-erle.html

https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/service/dateien/w42_beitraege_zur_schwarzerle_gesamtheft_gesch.pdf

Viel Erfolg für alle Neugärtner!

„Zäpfchen“ der Schwarzerle mit Samen

Unterwasser-Schirm

Aufgrund des klaren Wasser, war in den letzten Wochen von der Brücke in Dörzbach ein Regenschirm zu sehen, der aufgespannt unter Wasser auf dem Grund der Jagst lag.
Vermutlich ist dieser kürzlich bei einem Sturm in die Jagst geflogen.
Da die Strömungsgeschwindigkeit derzeit gering ist, wurde er unter Wasser noch nicht weiter getrieben.
Am Samstag wurde er aus der Jagst gefischt, es waren keine Fische unter dem Schirm verborgen, die sich vor Regen oder Sonne schützen wollten.
Der Besitzer des Schirm kann sich gerne melden und diesen wieder abholen.

Nur schwer zu erkennen
Zum Trocknen aufgespannt

Spende von „Netze BW“ – aus Portoaktion


In diesem Jahr haben wir von „Netze BW“ eine Spende über 561,60 € erhalten, über die wir uns sehr freuen.
Am 26.10. wurde der Betrag symbolisch mit einem Scheck von Brigitte Bayer, Kommunalberaterin von Netze BW, im Beisein unseres Bürgermeisters Andy Kümmerle, an unsere Vorstände Matthias Rettich und Björn Kramm überreicht. Wie es sich für uns gehört, fand die Übergabe am Badeplatz statt, direkt an der Jagst.
Netze BW möchte ihre Kunden dazu bewegen die Zählerstände auf elektronischem Wege zu übermitteln, anstelle mit der früher verbreitenen Postkarte zur Rückmeldung. Das in der jeweiligen Gemeinde eingesparte Porto kommt einem gemeinnützigen Verein zu gute.
https://www.netze-bw.de/unternehmen/spenden-online-zse

Wir können diese Zuwendung gut gebrauchen, um unsere Maßnahmen zur Erhaltung der Fischbestände (Bachforellen – Brutbox und Brütlinge in Gold- und Forellenbach, sowie Glasaale bzw. Aalbrut in der Jagst), ebenso wie die jährliche Uferreinigung und die Kinderferienspiele damit zu unterstützen.

In diesem Jahr hatten wir auch die Aktion der Gemeinde angeregt, dass die Bürger unsere Fluren von Müll befreien.

Klares Wasser in der Jagst

Aufgrund der geringen Niederschlagsmenge der vergangenen Wochen und der abnehmenden Sonneneinstrahlung hat sich das Wasser aufgeklart.
In Verbindung mit dem aktuell niedrigen Wasserpegel bietet das gute Bedingungen, um den Flussgrund zu erkunden, sowie Fische zu erspähen.
Einfach mal bei möglichst hellem Wetter und wenig Wind am Ufer entlang laufen und beobachten. Mit einer Pol(arisations)brille sieht man noch mehr.