Warum brauchen Fische, andere Gewässerorganismen und wir gute Kläranlagen?

Ein Mitglied der Fischhegegemeinschaft Jagst (FHGJ), Wolfgang Franz aus Mulfingen, hatte vor längerer Zeit bereits angeregt, das Thema Spurenstoffe im Wasser durch Fachexperten näher zu beleuchten. U.a. auch weil sich die Fischbestände nach der Jagstkatastrophe von 2015 im geschädigten Bereich – insbesondere hinsichtlich der typischen Fischarten Nase und Barbe – bislang noch nicht wirklich wieder erholten.
Daraufhin nahm Markus Hannemann, Sprecher der FHGJ, Kontakt zu Frau Prof. Dr. Triebskorn von der Universität Tübingen auf, die gerne dazu bereit war, einen Vortrag zu diesem Themengebiet zu gestalten.
Zirka 50 Interessenten fanden sich am Freitag, den 21.10. um 19 Uhr im „Universum“ der Gemeindehalle in Dörzbach ein, um sich bei dieser Gelegenheit über die aktuellen Erkenntnisse zu informieren und auszutauschen. Vor Ort wurde die FHGJ von den Fischereifreunden Dörzbach und Umgebung e.V. bei Auf- und Abbau sowie Bewirtung unterstützt.
In der Begrüßung stellte Markus Hannemann kurz den Aufbau und die Aktivitäten der FHGJ dar, die vor genau 20 Jahren gegründet wurde.
Frau Prof. Dr. Triebskorn ging in ihrem Vortrag darauf ein, was man unter Spurenstoffen versteht, welche verschiedenen Spurenstoffe und Stoffgemische es gibt (Medikamentenrückstände, Hormone, Kontrastmittel, Herbizide, Insektizide, Fungizide, Süßstoffe, Reinigungsmittel usw.) und wie einzelne Spurenstoffe auf Gewässerorganismen wirken.
Weiterhin wurden die Wechselwirkungen der verschiedenen Stoffe bzw. Abbauprodukte und auch das Zusammenwirken mit anderen Stressfaktoren, wie z.B. hohen Wassertemperaturen und Krankheiten, behandelt.
In den vergangenen 30 Jahren ist die Artenvielfalt und auch der Bestand an Wasserorganismen ähnlich stark zurückgegangen, wie dies auch bei Insekten und Vögeln an Land zu beobachten war. Wenig verwunderlich, da viele Insekten ihr Jugendstadium am Gewässergrund verbringen.
Messwerte für Spurenstoffe in den Oberflächengewässern, auch für die Jagst, sind über das Informationssystem des Landes Baden-Württemberg online verfügbar. Das Vorkommen zahlreicher dieser Stoffe in der Jagst wurde angesprochen.
Ein aktuelles Beispiel dafür, was Fische in den Gewässern auszuhalten haben, ist das Fischsterben an der Oder in diesem Sommer; die Ursache war mutmaßlich multikausal, ausgelöst durch hohe Salzkonzentrationen bei gleichzeitig niedrigem Abfluss und zudem hohen Wassertemperaturen, die eine massenhafte Vermehrung einer sog. Goldalge ermöglichten, die wiederum Toxine freisetzte, welche zum Verenden der Fische und Fischnährtiere in großer Zahl führten.
In dem Zusammenhang wurden jedoch aber auch Starkregenereignisse, Regenüberlauf- bzw. Regenrückhaltebecken und andere Einrichtungen sowie deren Funktionsfähigkeit als relevant hinsichtlich Stoffeinträgen angesprochen.
Neben dem Verringern der Freisetzung von Spurenstoffen aus Punktquellen der Siedlungen und diffusen Quellen der Landnutzung gibt es zwischenzeitlich auch Möglichkeiten einen Teil dieser Stoffe in Kläranlagen durch eine sogenannte „vierte Reinigungsstufe“ zu beseitigen. Dies erfolgt entweder durch Verfahren mit Aktivkohle oder einer Ozonbehandlung. In Baden-Württemberg sind bislang 21 Kläranlagen mit dieser zusätzlichen Reinigungsstufe ausgestattet (vgl. Öhringen), für weitere 23 Stück laufen konkrete Planungen zum Aufrüsten.
Diese zusätzliche Reinigungsbehandlung bedeutet für die Betreiber der Kläranlagen zusätzlichen Investitionsbedarf und höhere Betriebskosten, die über die Abwassergebühren auf die Bevölkerung und Gewerbe umgelegt werden. Als Anhaltswert nannte Frau Triebskorn die Mehrkosten pro Jahr und Person bei ca. 6 – 7 € und führte weiter an “das sollte uns die Minderung der Schäden in der Umwelt wert sein“.
Jeder Einzelne kann aber durch verantwortlichen Umgang mit Medikamenten, Nahrungsmitteln und Chemikalien seinen Beitrag dazu leisten um weniger dieser kritischen Stoffe freizusetzen.
Zwischenzeitlich sind die Spurenstoffe aber nicht nur in den Oberflächengewässern, also Flüssen und Seen, zu finden, sondern gelangten bereits in das Grundwasser. Dadurch sind diese Stoffe auch zunehmend im Trink- und Mineralwasser nachzuweisen.
In der anschließenden Diskussion gab es zahlreiche Wortmeldungen, u.a. zu den Mehrkosten bei der Abwasserbehandlung, was mit dem Aktivkohlematerial bzw. den gebundenen Schadstoffen erfolgt, welchen Einfluss die großen Fleischerzeugungsbetriebe im Oberlauf der Jagst z.B. durch resistente Keime und Tiermedikamente haben, ob Baden in der Jagst unbedenklich ist usw. .
Die Teilnehmer lobten durchweg die gelungene Vermittlung dieser Informationen zu Spurenstoffen, die in der breiten Bevölkerung bislang noch kaum bekannt sind.
Gegen 21 Uhr endete die Veranstaltung der FHGJ. Markus Hannemann bedankte sich bei der Referentin, Fr. Prof. Dr. Triebskorn, für den leidenschaftlichen, kurzweiligen und informativen Vortrag mit einem Blumenstrauß und einem Weinpräsent.

Walter Rauch
Ausschußmitglied FHGJ
Gewässerwart Fischereifreunde Dörzbach und Umgebung e.V.

Weiterführende Informationen:

https://www.spurenstoffe-bw.de/cms/content/media/5.0%20Maier_Ursula.PDF

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/wasser-und-boden/abwasser/spurenstoffe/

https://koms-bw.de/aktuelles/nachrichten/

https://www.bmuv.de/pressemitteilung/neue-massnahmen-zum-schutz-der-natuerlichen-gewaesser-vor-spurenstoffen

https://www.umweltbundesamt.de/das-spurenstoffzentrum-des-bundes

https://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/

Interessierte Zuhörer
Markus Hannemann (Sprecher FHGJ), Andy Kümmerle (BGM Dörzbach, stellv. Vorsitzender Abwasserzweckverband) bei anschliessender Diskussionsrunde
Überreichung Blumen- udn Weinpräsent
Frau Prof. Dr. Rita Triebskorn, Wolfgang Franz (FHGJ), Markus Hannemann (Sprecher der FHGJ), MdL Arnulf von Eyb, Achim Megerle (Landesfischereiverband und FHGJ) (von links nach rechts)

Kinderferienspiele – Fischmobil

Die Fischereifreunde Dörzbach und Umgebung e.V. beteiligten sich wieder bei den Kinderferienspielen der Gemeinde Dörzbach.

In diesem Jahr war das Fischmobil des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg vor Ort, wie bereits 2020. Viele Kinder waren erneut dabei, ein gutes Zeichen, daher hatten wir die Themenauswahl etwas variiert. Der Name der betreuenden Biologin hat sich zwar zwischenzeitlich geändert, nun Anna Pechmann, dies aber nur aufgrund ihrer Heirat.

Insgesamt 24 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren fanden sich um 13 Uhr ein, bei angenehmen 28°C Luft- und 24°C Wassertemperatur. Das „Fischmobil“, war neben dem Tennisheim, in unmittelbarer Nähe zur Jagst aufgestellt.

Spielerisch lernten die Kinder zuerst die Tiere kennen, die im und am Fluss vorkommen, ökologische Zusammenhänge verstehen, im Besonderen die Kleintiere (Makrozoobenthos) und deren Funktion in der Nahrungskette sowie heimische Fische und deren Lebensraum.

In kleinen Gruppen suchten die Mädchen und Jungen an der Jagst anschließend nach natürlichen und künstlichen Strukturen des Gewässers und bewerteten dabei mögliche Lebensbereiche und Standorte von Fischen.

Dann ging es auch in das Wasser. Die angehenden Forscher konnten an einer flachen Stelle in der Jagst selbst Fliegenlarven, Wasserkäfer, Bachflohkrebse, Libellenlarven, Muscheln und Egel fangen. Mit Stiefeln, Sandalen oder barfuß, teilweise bis zum Bauchnabel im Wasser, waren die Kinder erfolgreich unterwegs. Diese Kleinlebewesen wurden gleich vor Ort nach Arten sortiert. Dabei wurden in kurzer Zeit 22 verschiedene Arten nachgewiesen, u.a. auch Steinfliegenlarven. Ein Indiz, dass die Wasserqualität in diesem Bereich gut ist.

Anhand von Mikroskopen, Mappen mit Beschreibungen der verschiedenen Kleintiere, sowie weiterer Utensilien konnten die verschiedenen Fundstücke danach im wahrsten Sinne des Wortes genauer unter die Lupe genommen werden. Die Kleinlebewesen wurden übrigens später unversehrt in die Jagst zurückgesetzt.
Die Helfer der Fischereifreunde versorgten die eifrigen Gewässerbiologen mit Getränken, Brezeln, Obst und Hohenloher Landeis. Wir freuen uns, dass die Kinder sehr großes Interesse zeigten und einige Eltern sogar nach dem offiziellen Ende noch etwas auf ihre Kinder warten mussten, die sich kaum von den Mikroskopen trennen konnten. Unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung hatten diese noch über Computerspiele und „zocken“ diskutiert, beim Verabschieden über die unterschiedlichen Tiere, die sie neu entdeckt haben.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Anna Pechmann für die hervorragende Durchführung und beim Landesfischereiverband für diese prima Einrichtung, sowie bei der Tennisabteilung des TSV für die Bereitstellung des Vereinsheimes.

https://www.fisch-on-tour.de/

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20220823-Doerzbach-KinderferienspieleHerunterladen

Arbeitseinsatz am Biotop

Die Öffnungen zwischen dem Biotop und der Jagst werden bei jedem Hochwasser etwas zugeschwemmt, da sich im Strömungsschatten der trennenden Dämme Kies bzw. auch Äste, Laub usw. ablagern. Ähnlich wie es hinter den Brückenpfeilern in Dörzbach gut zu beobachten ist.
Insbesondere bei dem aktuellen Niedrigwasser mit sehr hohen Wassertemperaturen ist es wichtig, dass ein Wasseraustausch, sowie ein Fischwechsel, wieder möglich ist. Daher haben wir von Hand den Kies bzw. das abgesetzte organische Material etwas abgetragen.
Bereits kurze Zeit später waren Döbel, Karpfen und diverse Jungfische zu beobachten, die im Bereich der Verbindungsstellen geschwommen sind.

Kiesanlagerung von Hand beseitigt, um Verbindung wieder herzustellen. Im Kies, der in die Jagst transportiert wurde, fanden sich zahlreiche Körbchenmuscheln.
An der mittleren der drei Verbindungsstellen lagert sich viel Geäst und Laub ab, das unter Luftabschluss langsam verrottet. Zu erkennen u.a. an den aufsteigenden Gasblasen und dem typischen Geruch von Faulgasen. Schon wenige Zentimeter unter der Oberkante sind keine Fischnährtiere mehr zu finden. Anstelle Schaufel und Pickel kam hier ein Spezialrechen zum Einsatz.

Kinderferienspiele 2022

Wir beteiligen uns auch in diesem Jahr wieder beim Kinderferienprogramm der Gemeinde Dörzbach mit dem Beitrag:

„Fisch on Tour – Gewässerwelten erleben!“

Mit dem „Fischmobil“ des Landesfischereiverbandes könnt ihr den Lebensraum Gewässer erkunden und ökologische Zusammenhänge verstehen, direkt an der Jagst. Schwerpunkte dieses Jahr:
Wie wird die Wasserqualität untersucht.
Sowie
Fischarten und deren Körperaufbau.
Ihr lernt spielerisch für Euch Unbekanntes und erforscht die Natur.

Für Getränke und eine Kleinigkeit zu Essen wird gesorgt sein.
(Bretzeln/Kuchen/Eis und Kaltgetränke)

Dienstag, 23.08.2022, am Tennisplatz
Beginn: 13 Uhr
Ende: ca. 16 Uhr
Weitere Details in der Ausschreibung der Gemeinde an die Schulkinder bzw. im Gemeindeboten.

https://www.fisch-on-tour.de/

Eine tolle Sache und prima Unterstützung!
Es handelt sich beim Fischmobil um eine Einrichtung des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg e.V.

Aalbesatz

Wir haben in diesem Jahr wieder 4 kg Satzaal (Gewicht 5-7 gr, also 600 – 1000 Stück) von Fischzucht Wagner in der Jagst besetzt, über eine Sammelbestellung der Fischhegegemeinschaft Jagst.
(Glasaale sind leider immer noch kaum zu beschaffen.)
Die Situation des europäischen Aals nach ist wie vor sehr angespannt, es kommen nur wenige Aallarven an den Küsten an. Die genauen Ursachen sind noch nicht umfänglich erforscht (Überfischung an den Küsten – Export nach Asien, Schwimmblasenbandwurm, Gewässerverbauung und Wasserkraftwerke, Kormorane, Gewässerverschmutzung, …..). Aus diesem Grund wird auch weiterhin über die Ausweitung von Fangverboten diskutiert, um diese Fischart zu erhalten.
Der Zoll deckt regelmäßig Fälle auf, dass in großem Stil illegalerweise Glasaale nach Asien geschmuggelt werden. Dort gelten diese Glassaale, aber auch als gezüchteter ausgewachsener Aal, als Delikatesse und es werden horrende Preise gezahlt. Vgl. u.a.: https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/glattes-geheimnis-aale-swr2-matinee-2022-05-01-100.html

Verteilen der Sammelbestellung
Abfüllen in die Transportbehälter
Frühform eines Lastenfahrrades, zum umweltschonenenden Transport des wertvollen Besatzmaterials
Flutscht

Erfolgreiche Wiederansiedlung von Groppen

Bei Bestandskontrollen im Jahr 2014 wurde festgestellt, dass im Forellenbach (Ruppenbach) oberhalb der Verdohlung an der B19, sowie im Goldbach im Bereich oberhalb des Ortsausgangs keine Groppen (Mühlkoppen) mehr vorkamen. Beide Bereiche sind für Fische aufgrund von Wanderhindernissen bachaufwärts nicht natürlich besiedelbar, insbesondere da Groppen keine Schwimmblase besitzen und nur schlecht schwimmen können.
Im Forellenbach konnten 2016 in diesem Bereich Groppen von einer Fischbergung in der Ette bei Mulfingen eingesetzt werden. Im Goldbach wurden 2018 Fische im Ortsbereich aufgrund Renaturierungsmaßnahmen abgefischt, die in den Bereich oberhalb des Wehres umgesiedelt wurden.
Um festzustellen ob sich diese besonders geschützte Fischart (FFH, Anhang II) wieder etabliert hat, sowie um den aktuellen Bestand an Bachforellen zu erfassen, wurde von Achim Megerle, Kreisvorsitzender des Landesfischereiverbandes, erneut eine Elektrobefischung durchgeführt. Dazu ist eine spezielle Ausbildung und Genehmigung, sowie Ausrüstung erforderlich. Alle Fische wurden unversehrt zurückgesetzt.
Sowohl im Goldbach, als auch im Forellenbach, konnten Groppen in unterschied-licher Größe (Altersklassen) bis 15 cm und nennenswerter Anzahl nachgewiesen werden. Dies belegt, dass jeweils wieder ein selbsterhaltender Bestand vorhanden ist.
Erfreulich ist weiterhin, dass in beiden Bächen Bachforellen in allen Größenklassen bis 35 cm vorhanden sind. Demnach war selbst in dem trockenen Sommer 2018 die Wasserführung zum Überleben des Bestandes ausreichend. Die Fische waren gut genährt und in guter körperlicher Verfassung, einzelne Fische wiesen Verletzungen durch Fischreiher auf. Bachflohkrebse und Fliegenlarven kommen in großer Anzahl vor und bieten eine gute Nahrungsgrundlage.
Wir sorgen seit Jahren durch in einer sog. Brutbox im Bach erbrüteten Forelleneiern, sowie Besatz mit Brütlingen, für den Erhalt der Population. Oberhalb des Wehres im Goldbach wurde in den vergangenen 3 Jahren absichtlich kein Besatz eingebracht, um eine ggf. vorhandene natürliche Vermehrung nachweisen zu können. Auch dort sind junge Bachforellen vorhanden, aber deutlich weniger als in den Abschnitten, in denen Besatz eingebracht wurde.

Herrliche Bachforelle
Achim Megerle mit E-Fisch-Gerät am Goldbach
Groppe
Am Forellenbach, künstliche Verbauung mit Absturz – Wanderhindernis

Bachforellenbesatz in Gold- und Forellenbach

Am 19.03. konnten zwei Jungangler unseres Vereins ungefähr 2000 kleine Bachforellenbrütlinge in die beiden Bäche aussetzen. Die etwa 6 Wochen alten winzigen Fischlein wiegen ca. 0,2 Gramm und sind etwa 30 mm lang.

Bezogen haben wir diese, wie auch bereits die Jahre zuvor, von einem kleinen Familienbetrieb in der Rhön, der auf die naturnahe Nachzucht von Salmoniden spezialisert ist.

Natürlicherweise laichen die Bachforellen im Dezember ab, die Eier entwickeln sich dann ca. 2 Monate lang in sauberem Kies, bis die Fischlarven schlüpfen.
Tritt während dieser Zeit Hochwasser auf, geht ein großer Teil der Eier verloren, da diese ausgespült werden oder durch Schlamm bedeckt und nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

Eisvogel, Grau- und Silberreiher sowie größere Forellen machen es den heranwachsenden Fischen aber nicht leicht. Nur ein kleiner Teil der Fische erreicht nach 4 bis 5 Jahren die Geschlechtsreife und kann dann selbst für Nachwuchs sorgen.

Beim Anpassen des Transportwassers und Aufteilen der Lieferung für die beiden Bächen.

Uferreinigung

Bei Sonnenschein und kaltem Wind trafen sich zahlreiche Vereinsmitglieder, aber auch überraschend viele weitere fleißige Helfer(innen) aus der Bevölkerung, um am Ufer der Jagst sowie entlang der Radwege Müll einzusammeln.
Dabei wurde wieder einiges an Kunststoff-Folien, Verpackungsmüll, Dosen, Flaschen, aber auch Autoreifen und Eisenteile gesammelt und am Bauhof, in bereitgestellte Mülltonnen, zum Entsorgen zwischengelagert.

Vielen Dank an alle Helfer und Helferinnen!

Helfer in Hohebach
Helfer in Dörzbach

Brutbox – Brütlinge geschlüpft

Nach einer Woche haben wir die Brutbox kontrolliert, ob trotz zwischenzeitlichen Regens und höherer Wasserführung mit Sedimentfracht noch alles in Ordnung ist.
Es hat sich zwar etwas feines Sediment auf der Röhre, in der Röhre und auf dem Deckel des Einsatzes abgesetzt, innerhalb des Einsatzes war es recht sauber.
Bei der Entnahme des Einsatzes aus der Brutröhre kamen bereits leere Eihüllen und einzelne Brütlinge mitgeschwommen, deren Dottersack bereits soweit aufgezehrt war, dass diese durch die Öffnungen des Einsatzes schwimmen konnten.
Die Brütlinge sind zwischenzeitlich alle geschlüpft, nur wenige abgestorbene, verpilzte Eier waren noch in der Brutbox. Schlupfrate geschätzt ca. 90 – 95%. Die Brütlinge im Dottersackstadium haben sich in dem unteren Teil der Brutröhre gesammelt. Von dort werden diese nun auch nach und nach die Brutbox verlassen und im Goldbach passenden Unterschlupf suchen.

Brutbox, obere Eikammer für Kontrolle abgenommen. Brütlinge im Dottersackstadium.

Brutbox bestückt

Wir haben im Goldbach gestern wieder die Brutbox gesetzt und heute mit Bachforelleneiern im Augenpunktstadium besetzt.
Die Wassertemperatur lag bei 7,8°C, Sauerstoffsättigung bei 98%.
Innerhalb von 3-4 Tagen werden die meisten der Forellen geschlüpft sein.
Sie ernähren sich anfangs vom sog. Dottersack, halten sich dabei noch 1-2 Wochen in der Brutbox auf bis sie sich im Goldbach verteilen.
Die „Naturverlaichung“, also das natürliche Ablaichen der fortpflanzungsfähigen Bachforellen, war dieses Jahr durch das Hochwasser im Januar vermutlich wenig erfolgreich.

Unmittelbar vor dem Bestücken der Brutbox, beim Angleichen des Transportwassers an das Wasser des Goldbachs
Verteilen die Eier auf die einzelnen Fächer, anschließend werden diese von oben abgedeckt und der Einsatz in die Brutröhre geschoben.

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